Gesundheit Verbraucher

2. März 2013 über 11:52

Pharmakonzerne forschen an neuen Krankheiten

Pharmalabor von Kemm

Pharmakonzernen geht es schlecht. Immer mehr Nachahmerprodukte  machen ihnen zu schaffen. Auslaufende Patente führen zu Einnahmeverlusten. Hier sollen nun neue Krankheiten helfen.

Pharmagewinne erhöhen dank neuer Krankheiten

Labor in Pharmaunternehmen

Pharmalabor von Kemmpatis

Die Pharmabranche steht unter Druck. Sogenannte Generika (Nachahmerprodukte von bekannten Medikamenten) schmälern zunehmend die Gewinne vieler Unternehmen. Immer mehr dieser Medikamente überschwemmen den Markt. Die Unternehmen müssen Preise senken, um weiterhin auf dem umkämpften Markt bestehen zu können. Und die Entwicklung neuer Wirkstoffe, welche man mit einem Patent schützen kann ist teuer. Teure langwierige Forschung und umfangreiche Testreihen bis zur Zulassung sind notwendig und verschlingen horrende Mittel. Die Folge sind immer höhere kosten für die Entwicklung neuer Medikamente, welche immer länger Zeiträume brauchen, bis diese sich refinanziert haben.

Diese Kosten ist den Konzernen und deren Aktionäre zunehmend ein Dorn im Auge. Mit einem Strategiewechsel sollen die Kassen wieder klingeln. Anstatt wie bisher für bestehende Krankheiten neue Produkte zu entwickeln, will man zukünftig den umgekehrten Weg gehen. Bei den Grundlagenforschungen wurden bisher viele Wirkstoffe entdeckt, welche sich für bestehende Krankheiten als wirkungslos erwiesen haben. Deshalb will man nun neue Krankheiten entwickeln, wo diese Wirkstoffe eingesetzt werden können. So ist es möglich, verpuffte Ressourcen doch noch zu einem wirtschaftlichen Erfolg zu führen.

Die Vorteile bei der Entwicklung neuer Krankheiten sind vielfältig: Neu entwickelte Krankheiten müssen nicht durch aufwendige Verfahren zugelassen werden. Das spart teure Ressourcen in den Laboren und Personal. Patienten und Ärzte profitieren von neuen Erfahrungen und haben wieder mehr Gelegenheiten um miteinander in Kontakt zu treten.

Das Pharmaunternehmen Kemmpatis entwickelt aktuell einen neuartigen Virus, welcher binnen weniger Wochen in Umlauf gebracht werden soll. Dieser soll so aggressiv sein, das er sich binnen weniger Tage auf einem ganzen Kontinent verbreiten kann. Aufgrund seiner hohen Sterblichkeitsrate gehen man davon aus, das das hierfür bereits wirksame Medikament Adressin ohne größere Probleme hierfür zugelassen werde. Andernfalls würden die Zulassungsbehörden Patienten unnötig gefährden. Klar einkalkuliert habe man natürlich auch den Druck der verunsicherten Bevölkerung, wenn sich die ersten Todesfälle häufen. Deshalb wurde auch ein ambitionierter Preis für das Medikament veranschlagt, was unsere Aktionäre sehr begrüßen werden.

Bildquelle: Magnus Manske – wikimedia / Lizenz

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