Oliver Pocher stellt sich zur Wahl

Pocher betonte, dass es sich hierbei nicht um eine Spaßkandidatur handelt, sondern viel mehr um den ernsten willen, Politik in Deutschland zu gestalten. Sein Hauptziel ist es, der jüngste und dynamischste Bundeskanzler in der Geschichte der Bundesrepublik zu werden.
Bisher hat sich Pocher noch keiner Partei angeschlossen. “Ich warte erst einmal ab, wie gut ich die verschiedenen Wählergruppen mobilisieren kann. Spätestens wenn meine Popularität und damit die Umfrage Werte in die Höhe schnellen, werde ich genügend Angebote bekommen, da bin ich mir ganz sicher”, so Pocher.

Pocher hat sich politisch noch nicht festgelegt und wartet erst mal ab. “In Deutschland kann man auch ohne jegliche Inhalte gewählt werden, die Wähler wollen verarscht werden. Aber das ist nicht mein Stil. Ich stehe für nachhaltige und verlässliche Politik. Mein Ziel ist es, die breite Masse anzusprechen”, sagte Pocher auf Einwände, das man ihn als Spaßkanzler missverstehen könnte.
Pocher beginnt seinen Wahlkampf bereits jetzt und geht dabei geschickt vor: Verschiedene Kampagnen, welche auf einzelne Bevölkerungen zugeschnitten sind, stehen in den Startlöchern. Unter dem Slogan “Wähl mich du Sau!” zielt Pocher auf weibliche Erstwähler, während seine
Kuschelkampagne “Die Rente macht das Leben schön” eher auf die älteren abzielt.

Standard & Poor’s stuft Kaye-Wehle Bergmann herab

Die US-Ratingargentur Standard & Poor’s schlägt erneut in der Eurozone zu. Heute Morgen stufte sie den 68-jährigen Renter Kaye-Wehle Bergmann aus Kranzang von B- auf CC+ herab.

Ein Sprecher von Standard & Poor’s begründete diese Entscheidung mit den erhöhten Ausgaben des Rentners für Dinge des täglichen Lebens. So seien vor allem die Kosten für Heizung und Benzin deutlich stärker gestiegen, als seine Renteneinkünfte. Auch werde man, wenn nötig, das Rating noch weiter senken, wenn sich die Entwicklung in den nächsten Monaten so fortsetzte.

Herr Bergmann steht noch unter Schock, und war zu einer Stellungnahme bisher nicht fähig. Die Kreissparkasse Kranzang, wo der 69-jährige seit 42 Jahren Kunde ist, teilte uns inzwischen mit, das man zwar den Dispo des Rentners nun kürzen müsse, aber man vorerst von einer Kontokündigung absehe.

Erster privater TV-Sender ohne Werbeunterbrechung

Mit erstaunen wurde in der Medienwelt die Information aufgenommen, dass zum 01. April ein neuer frei empfangbarer TV-Sender namens “WFTV” starten will:
Die Besonderheit: Der Sender wirbt mit einem unterbrechungsfreien Vollprogramm. Werbung werde es nur zwischen den einzelnen Sendungen geben.

Experten munkeln, das ein solches Angebot nicht finanzierbar sei, da gerade die Unterbrechungswerbung die lukrativste sei.

Jan Peter Tragelprom, Intendant und Geschäftsführer des neuen Senders, zeigt sich aber von seinem neuen Konzept überzeugt:

Zum einem werden wir viele hochwertige Eigenproduktionen zeigen, wie Talkshows mit Call-in Möglichkeit, oder Castingshows, wo die Zuschauer abstimmen können. Unser Fernsehen wird sehr interaktiv, so Tragelprom. Allein schon die einnahmen aus den Zuschaueranrufen werden einen erheblichen Teil zur Finanzierung beitragen.
Abgesehen davon, ist es in vielen Ländern bereits üblich, sehr lange Sendungen in mehreren Teilen auszustrahlen. Kein Zuschauer schaut sich Sendungen mit vollster Konzentration an, welche länger als 22 Minuten dauern. Ein 1 1/2 stündiger Blockbuster, welcher in 4 Teilen ausgestrahlt werde, hat laut aktuellen Studien eine sehr viel höhere Kundenakzeptanz. Allein schon wegen des erhöhten Spannungspegels, wie es weitergeht.

Und zwischen den Sendungen werde es ja auch Werbeblöcke geben.

Rausch durch Petersilie

Selbst Wissenschaftler waren verblüfft, als sie das Ergebnis Ihrer Studie bekannt gaben, welche vom Bundesamt für Betäubungsmittel in Auftrag gegeben wurde:

Es wurde nachgewiesen, dass der Verzehr von Petersilie berauschend wirken kann. Nach den Ergebnissen, reichen schon wenige Tonnen am Tag, um halluzinogene Wirkungen beim Konsumenten zu beobachten.

besonders überraschend: Wenn man Petersilie mit Produkten wie Cannabis, Kokain oder Heroin zusammen konsumiert, tritt die Wirkung schon bei erheblich geringerer Menge (wenige Gramm) und in erheblich höherem Maße auf.
Petersilie galt bis heute als völlig harmloses und leckeres Lebensmittel, was in keiner guten Küche fehlen sollte.

Aufgrund der neusten Erkenntnisse, wird über ein Verbot von Petersilie nachgedacht. Es sei davon auszugehen, dass die Studie eindeutig bewiesen habe, das Petersilie ausreichende Wirkungen aufzeige, um unter das Betäubungsmittelgesetz zu fallen, so eine Sprecherin des Bundesamtes. Zu Zeit arbeite man an einem Neuentwurfes des Betäubungsmittelgesetzes, welches schon in wenigen Wochen im Bundestag verabschiedet werden soll, so die Sprecherin.

Lebensmittel dürfen nicht mehr verfallen

Potsdam. Das Potsdamer Landesgericht hat nun ein Urteil in 2. Instanz bestätigt. Lebensmittel dürfen künftig nicht mehr verfallen. Geklagt hatten eine Ehepaar aus der Mark Brandenburg, welche bei dem Discounter Kaufquell 2 Packungen Frischmilch erworben hatten. Diese waren nach nur 3 Wochen ungenießbar. Kaufquell lehnte einen Umtausch, sowie eine Erstattung des Kaufpreises ab, mit der Begründung, dass die Milchpackungen bereits das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten hätten. Die Verbraucherzentrale Brandenburg geht von einem Grundsatzurteil aus, welches auf alle Lebensmittel übertragbar sei und befürwortet die Entscheidung ausdrücklich. Man könne nicht von den Konsumenten erwarten, das gekaufte Frischwaren bereits nach kurzer Zeit wertlos sind. Schließlich hätten die Verbraucher auch gutes Geld dafür bezahlt, so Bärbel Kleebergson-Friedrichsberg, von der Verbraucherzentrale Potsdam. Als erste Großmarktkette hat Reel bereits angekündigt, das Urteil ab sofort umzusetzen. So werde man zukünftig abgelaufene Ware einfach um etikettieren, um den Verzehr von verdorbener Ware weiterhin zu ermöglichen. Ähnliche positive Reaktionen erklärten auch verschieden Schlachthöfe und Fleischverarbeitungsbetriebe. Nach dem Urteil zum Verfall des Prepaid-Guthabens ist dies bereits das 2. Verbraucher-freundliche Urteil in kurzer Zeit. Frau Bärbel Kleebergson-Friedrichsberg sieht dies als Indiz für eine Trendwende zu einer neuen pro-Verbraucher-freundlichen Justiz.

Immer mehr Terror-Babys

Eine Studie des Angelbach-Institutes bringt nun endlich Licht ins Dunkel: Die erschreckenden Zahlen belegen, das Horror-Babys sehr weit verbreitet sind. Sie schreien die ganze Nacht, sie kacken in die eben frisch gewechselte Windel und treiben somit Ihre Mütter in den Wahnsinn.
Vor allem junge Erstmütter haben darunter zu leiden. Eine von Ihnen, Olga Neffnik (Name auf Wunsch durch die Red. geändert), 21, berichtet: Seit dem das Monster-Baby da ist, habe ich nicht mehr durchgeschlafen. Es tut alles, um mich zu tyrannisieren. Neulich erst hat es meine frisch gewaschene Markenjeans angesabbert. Einfach widerlich!

Experten sehen einen Zusammenhang zwischen den Terrorbabys und dem Anstieg des Meeresspiegel durch den Klimawandel. Das Wasser wird mehr und drückt die Luft in der Atmosphäre zusammen. Der so erhöhte Luftdruck ist von den noch sehr empfindlichen Babys eine Belastung die sie nur schwer verkraften können. Das zeigen sie durch solche Auffälligkeiten.

Forscher sind nun bemüht, so schnell wie möglich druck regulierte Babywiegen zu entwickeln, welche das Problem beseitigen sollen. Nach jetzigem Entwicklungsstand wird es aber noch Monate bis Jahre dauern, bis diese marktreif sind. Solange heißt es für die Eltern: Nur nicht die Nerven verlieren…

Betroffene Mütter finden sich in Selbsthilfegruppen zusammen. Die Leiterin einer solchen Gruppe, Frau Tabelschnegg klagt: “Woche für Woche steigt die Zahl der Anfragen. Oft müssen wir Mütter in ihrer Notlage wegschicken. Und die Politik tut rein gar nichts. Bei den Banken waren sie sich auch innerhalb weniger Tage alle einig! Da brauch man sich nicht zu wundern, das immer mehr keine Kinder wollen.”

Fiese Kriese: Imbiss gerettet!

Heute hat der Bundestag nach langem hin und her die dringend benötigte Finanzhilfe für den Imbiss in der Marbachstraße in Kleinammölsen bewilligt. Der Imbiss, seit 10 Jahren von der ortsansässigen, 53-jährigen Alfreda Klassenborg betrieben, steckt tief in den Schulden. “Wenn wir keine Gelder bekommen, da muss ich die Bude dicht machen.”, so Frau Klassenborg.
Der Imbiss hat auch für die Gemeinde einen wichtigen Versorgungsfaktor. Nachdem erst kürzlich der Kiosk und die Bäckerei dicht gemacht haben, ist er die letzte verbliebene Möglichkeit für die 120 Bewohner an Essen und Trinken zu kommen, ohne mit dem Bus oder dem Auto ins 2 km entfernte Großthalleben zu fahren.

Die Lage ist prekär: Es regnet durch das Dach und die Mikrowelle ist über 60 Jahre alt. Um den Imbiss aus den Schulden zu holen und für die dringend benötigten Investitionen werden über 3000 Euro benötigt. 3 Arbeitsplätze (inkl. der Inhaberin) standen auf dem Spiel, in einer Region mit über 6 Prozent Arbeitslosigkeit.

Nach dem Beschluss des Bundestages atmete man in Kleinammölsen auf:
In letzter Sekunde wurde mit den Stimmen von Linkspartei, FDP und CDU die nötige Staatshilfe für den schwer angeschlagenen Betrieb beschlossen. Während sich die SPD geschlossen enthielt, zeigte die Fraktion der Grünen offen Widerstand. Es sei fraglich, ob der Imbiss an dieser Stelle nicht eher dem Ort schade als nutzen zu bringen, so der Fraktionssprecher. Man bedenke, das vor dem Imbiss dort eine Wiese mit Blumen und Schmetterlingen war, welche aus reiner Fresslust und bloßem Gewinnstreben für immer vom Ort verbannt wurden. Dieses Stück unberührte Natur ist nun weiterhin auf unabsehbare Zeit verloren, ergänzte der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen.

EU: Warnhinweise im Internet

Gegen den erbitterten Widerstand der Telekommunikationskonzerne und Domainhostern soll noch dieses Jahr eine EU-weite Verordnung in Kraft treten, nach der auf allen Internetseiten Warnhinweise vor den gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Internetkonsums gewarnt werden soll. Diese soll ähnlich wie auf Tabakprodukten die Verbraucher aufrütteln und erziehen.
Der Verband der europäischen Domainhoster eunic befürchtet massive Umsatzeinbußen und warnt vor dem Verlust von Millionen von Arbeitsplätzen. Es sei davon auszugehen, das die Mehrheit der Webseitenbetreiber diese Verordnung umgehen werde, in dem sie Ihre Angebote zukünftig außerhalb der EU hosten. Der wirtschaftliche Schaden sei kaum kalkulierbar und werde Europa in den wirtschaftlichen Ruin treiben.
Der EU Kommissar für gesundheitliche Aufklärung Jan Rassmussen hingegen weist darauf hin, dass immer mehr Menschen der Internetsucht verfallen. Gerade Jugendliche und Kinder seien betroffen und würde ohne Hilfe keine Zukunftsperspektive mehr haben. Er gehe davon aus, das sich die von der Telekommunikationslobby nun verbreiteten Weltuntergangszenarien schon wenige Tage nach der geplanten Einführung als Hirngespinste entpuppen. Man müssen handeln, bevor unsere Jugend komplett verblödet.
Die Redaktion von Goockel hat vor kurzen ihre Seiten auf eine .com-Domain umgestellt und ist von dieser Verordnung nicht betroffen. Deshalb können sie auch zukünftig zweitklassige News ohne drittklassige Warnhinweise genießen.

Cebit: Der Anti-Spam Briefkasten

Kaum einer hatte dies erwartet: Der Kleeberoder Klöppel-Verein ist zum ersten Mal auf der Cebit und landet sofort einen Super-Clou. Mit den Anti-Spam-Briefkasten begeisterten sie nicht nur Computer-begeisterte. “Eigentlich ist es nur eine fixe Idee gewesen, aber es hat eingeschlagen wie eine Bombe”, kommentiert Frau Neuenrath, Vorsitzende des Kleeberoder Geschirrtuch-Klöppelvereins mit einem zufriedenen Lächeln. Die Idee ist auf einer Vereinssitzung im letzten Sommer entstanden, als sich Frau Neuenrath wieder einmal über einen mit Werbung verstopften Briefkasten ärgerte, nachdem sie aus dem Urlaub kam. “Eigentlich war ich nur 1 Woche weg, nach dem Briefkasten zu urteilen wären es mehrere Monate gewesen.” Die Mitglieder des Klöppelvereins beschlossen, etwas dagegen zu tun. Herausgekommen, ist ein hochmoderner, computergestützter Briefkasten, welche zuerst Post und Prospekte ein scannt und dann nach erwünscht und unerwünscht aussortiert. “Der Abfall verschwindet dann einfach durch einen Schredder in die Papiertüte. Die wird dann regelmäßig entsorgt.”, so Frau Neuenrath. In der Stadt Kleeberode hat bereits fast jeder einen Anti-Spam-Briefkasten. Diese wurden bisher noch per Hand gefertigt. Schon in wenigen Monaten soll die Massenfertigung beginnen, sobald die neue Halle fertig ist. Aufträge gab es auf der Cebit einige. Die Werbeindustrie sieht dies natürlich äußerst kritisch und fürchtet um ihren Umsatz. Tom Jansen, Bürgermeister der Stadt Kleeberode ist da allerdings äußerst gelassen. “Dann müssen die sich eben was anderes ausdenken. Auf jeden Fall ist es eine grandiose Leistung unserer Frauen”, verkündet er stolz.

Bahn: Rentner auf Strecke ausgesetzt

Die rabiaten Methoden der Bahn

Frau Eisenrath ist in Hamburg in den ICE gestiegen und wollte Ihre Tochter in Stuttgart besuchen. Leider hatte sie vergessen, sich rechtzeitig ein Ticket zu kaufen: „Als ich das letzte mal mit dem Zug gefahren bin, im August 1951, da konnte man die Karten noch beim Schaffner kaufen, ohne Extra Gebühren“.

Die Bahn fühlt sich im Recht: „Frau Eisenrath weigerte sich beharrlich, für den Fahrkartenkauf im Zug die Gebühr zu zahlen, und wollte somit keine Karte bei unserem Zugbegleiter lösen. Da sie so ohne gültigen Fahrausweis unterwegs war und auch nicht bereit war, nachzulösen, haben wir sie in Hannover von der Weiterbeförderung ausgeschlossen.“

„Sie haben mich einfach raus geschmissen. Mitten in Hannover, wo ich keinen kenne.“, beschwert sich Frau Eisenrath. Fahrgäste am Bahnhof Hannover beruhigten die völlig aufgelöste Frau und informierten die Tochter per Handy.
Fahrgäste berichteten, das die 66-jährige im Zug vor allem Fahrgästen mehrmals nach Ihren Personalausweis gefragt wurde, wieder und wieder.
„Das sind Methoden, wie damals im Krieg“, stellte Frau Eisenrath fest und fügte mit Tränen in den Augen hinzu:“das ich das in Deutschland noch mal erleben muss! Als Schwarzfahrerin hat mich die Zugschaffnerin beschimpft. Eine Frechheit! Ich bin doch keine Negerin.“

Die Tochter holte sie dann mit dem Auto von Hannover ab. „Ich werde sie wohl auch wieder mit dem Auto nach Hamburg bringen müssen, da sie nach dem unerhörten Vorkommnissen wohl nie wieder einen Zug betreten wird. Sie war völlig hilflos,
sie kannte die Stadt doch gar nicht.“, fügte die Tochter hinzu.